Mit Mehrwert bloggen – was ist das eigentlich?

Das Wort Mehrwert bezeichnet einen Nutzen, der den grundlegenden Informationsgehalt einer Website wesentlich übersteigt. Der Leser stößt auf Deine Website, weil er nach einem bestimmten Thema sucht, womöglich sogar einige Fragen darüber hat und findet hier alle wesentlichen Antworten. Dem Besucher wird hiermit gezeigt, dass es auf Ihrer Website oder auch im dazugehörigen Weblog nicht um Dich oder Dein Unternehmen geht. Nein, ganz alleine die suchende Person steht im Vordergrund.

Wie erschafft man Mehrwert?

Durch Mehrwert ist es dem Besucher Deiner Website möglich, einen besonderen Eigennutzen aus gewonnenen Informationen zu ziehen. Diese können im Optimalfall auch sofort umgesetzt werden. Biete zusätzlichen Service, damit Dein potentieller Kunde selbst sofort aktiv werden kann:

  • Dein Unternehmen ist ein Online Blumenversandhandel? Biete Anreize für Glückwunschtexte an.
  • Hast Du einen Versandhandel für Kerzen und Deko? In diesem Fall biete am besten Dekorationsideen innerhalb eines eigenen Blogs an.
  • Du bietest einen Newsletter an, in welchem Du Interessierte über Neuerungen in Deinem Produktportfolio informierst.

Mehrwert für deine Leser birgt auch für dich Vorteile!

Denn für einen Newsletter brauchst Du natürlich zunächst einmal E-Mail-Adressen freiwillig Interessierter.

Mehrwert schafft man unter anderem auch mit weiterführenden Ideen. Biete in Deinem Deko-Onlineshop zu einer bestimmten Kerze eine passende Dekorationsidee an, wo Du auch weitere Produkte aus Deinem Shop einbinden kannst. Viele Shopsysteme ermöglichen es Dir dank Cross-Selling-Plugins, diese dann auch direkt auf der jeweiligen Produktunterseite anzeigen zu lassen. Alternativ bietet sich hierfür auch eine Farbberatung an, passend zu verschiedenen Dekoelementen.

Schritt für Schritt zum Mehrwert

Siehst Du Dich einem Projekt im Aufbau gegenüber, sind es bloß drei Schritte, die es für hochwertigen Mehrwert benötigt.

1. Zielgruppenanalyse

Sie ist äußerst wichtig, denn für den einen Leser ist es sehr wertvoll, was Du schreibst, während es für den anderen völlig belanglos ist. Bedarf und Nutzen sind subjektiv und daher sehr schwierig einzuschätzen. Also ist Marktforschung nötig, damit Du Deine Zielgruppe genau kennst.

  • Welcher Personenkreis sucht nach den Artikeln, die Du auf Deiner Website anbietest?
  • Wie kannst Du neue Kunden anlocken?
  • Was erwartet die Zielgruppe von Dir und Deinem Angebot?

Diese Antworten zu kennen ist wichtig, denn Mehrwert hängt von der Zielgruppe ab. Führst Du eine Website, auf welcher es um Technik geht, stelle Dir folgende Frage: Was braucht der Nutzer von Dir?

Er möchte nicht wissen, welche Farbe die Kabel haben, sondern wofür sie zu verwenden sind. Versetze Dich in jedem Fall in einen Musterkunden, der bei Wissensstand null beginnt und Deine Hilfe benötigt. Rufen  das Gefühl der Geborgenheit bei ihm hervor. Berate ihn durch Deine Produkttexte, als stündest Du ihm soeben gegenüber, um ihm bei der Auswahl zu helfen. Damit lässt Du ihn automatisch mit einem positiven Eindruck Deines Unternehmens zurück. Stichwort: Kundenservice.

2. Wissen, was Mehrwert bedeutet und Ideen sammeln

Nach wie vor versetzt Du Dich in Deinen Musterkunden hinein. Stelle Dir ein Problem vor und versuche, dieses nun anhand der gegebenen Informationen zu lösen.

  • Beschreibt die Kaufberatung Deines Druckers ausnahmslos alle gegebenen Funktionen?
  • Bietest Du viele Geräte an, die über ein integriertes Fax verfügen, macht es womöglich Sinn, eine eigene Kurzanleitung für das Versenden von Faxen anzubieten. Alternativ auch mit Ausweitung auf Fax-to-Mail.
  • Beobachte Deine Social Media Kanäle und vor allem die Reaktionen Deiner Kunden. Wo könnten noch offene Fragen bestehen?

3. Nicht gleich zu Beginn alles verraten

Du solltest natürlich nicht gleich alle Infos zu Beginn preisgeben. So vermeidest Du, dass der Leser von einem Strom aus Informationen überwältigt wird. Meist beruht der Mehrwert auf langer Recherche und sollte daher auch sinnvoll eingesetzt werden, ist er doch so kostbar für den Erhalt einer Website.

Die Informationen sollten also wohldosiert innerhalb des Beitrages verteilt werden. Die meisten Zielgruppen klicken den Beitrag weg, sobald sie alles Wichtige erfahren haben. Das soll möglichst nicht passieren, daher immer darauf aufmerksam machen, dass noch wichtige Informationen folgen.

  • Durch catchige Überschriften und fettgedruckte Stichwörter bei Texten ab einer Länge von 1000 Wörtern erleichterst Du es Schnelllesern, sich einen ersten Überblick zu machen.
  • Call-To-Action-Buttons für ebooks und PDF-Anleitungen fallen sofort ins Auge.

Wie Du siehst, ist es mit diesem 3-Schritte-System in nahezu Rekordzeit möglich, geeigneten Mehrwert für Dein eigenes Projekt zu erschaffen.

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