Warum Influencer Marketing so sexy ist

Vor zehn Jahren, wäre kaum einem Unternehmen eingefallen, auf Internet und Influencer Marketing zu setzen: „Werbung? Schalte ich natürlich in einem Magazin!“, „Kunden? Finden mich im Telefonbuch oder über Flyer.

Heute sieht das ganz anders aus. Ohne Social Media läuft nichts mehr, denn dort findet sich jede Zielgruppe, auch deine. Wie du sie erreichst? Mit Influencer Marketing! Die Vorteile von Influencer Marketing gegenüber Print Werbung werden immer größer.

Aber wer oder was sind überhaupt Influencer?

Tatsächlich ist erst einmal jeder, der auf einem Social-Media-Kanal aktiv ist, ein Influencer. Wer Meinungen oder Inspirationen postet, „influenced“ – beeinflusst – damit ganz automatisch andere Menschen.

Zum Influencer Marketing wird es, wenn du als Unternehmen den Betreiber eines Social-Media-Kanals für eine Zusammenarbeit beauftragst. Als Bezahlung gilt dabei nicht nur Geldwert, sondern auch Sachwerte wie z.B. kostenfreie Produkte, die zur Verfügung gestellt werden und die der Influencer behalten darf.

Warum also ist Influencer Marketing so sexy?

  • Die Reichweite vieler Influencer ist mittlerweile größer als die eines Printmagazins
  • Influencer haben bereits eine treue, aktive Fanbase aufgebaut
  • Besonders gut erreichst du dadurch eine junge Zielgruppe
  • Und – Influencer Marketing ist schlichtweg günstiger als die meisten anderen Werbe-Arten

So findest du den passenden Influencer für deine Marketing-Kampagne

Wer an Print Werbung denkt, sieht schon blinkende Sternchen in Form von tausenden potentiellen Kunden vor sich. Das ist aber nur auf den ersten Blick so. Denn anders als im Print kannst du dich mit Influencer Marketing wesentlich besser spezialisieren. Natürlich gibt es auch im Print gewisse Nischen, jedoch vertiefen sich diese im Internet noch wesentlich weiter. Du erreichst am Ende also genau denjenigen, der zu dir und deinem Produkt passt.

Deine Zielgruppe finden

Mache dir zuerst klar, wen du erreichen willst: Wer ist deine ideale Zielgruppe? Dazu gehört auch zu wissen

  • auf welchen Social-Media-Kanälen sie sich rum treibt
  • wie alt ist sie im Durchschnitt ist
  • welches Geschlecht sie hat
  • was ihre Interessen sind

Sobald du Influencer gefunden hast, die für deine Kampagne in Frage kommen könnten, sieh dir ihre Profile genau an und vergleiche, ob sie mit deiner Zielgruppe zusammenpassen.

Lieber 100k als 10k, oder?

Nicht unbedingt. Viele Unternehmen schreiben direkt die größten Influencer an, obwohl ihr Produkt gar nicht zu ihnen/ihrer Zielgruppe passt. Behalte immer im Hinterkopf, wer deine Werbung am besten repräsentieren könnte.

Sollen es junge, hippe YouTube sein, stylische Modeblogger, DIY-Queens oder reisende Fotografien mit dem Gespür für die richtigen #aestethics? Instagram ist derzeit die beste Möglichkeit, junge Leute mit den verschiedensten Interessen anzusprechen, wohingegen Facebook eher etwas ältere Menschen anzieht, die gerne witzige Videos teilen.

Der mögliche Streuverlust

150k Instagram-Follower heißt nicht, dass die alle deine Werbung sehen. Noch weniger davon werden dein Produkt kaufen/deine Dienstleistung buchen. Das ist der Streuverlust. Du musst für dich entscheiden, ob ein möglicherweise hoher Streuverlust Nachteile für dich hat und diese tragbar sind oder nicht. Außerdem wird nicht jeder Follower am Ende dein Produkt kaufen.

Die Authentizität

Vielleicht erinnerst du dich an eine gewisse Waschmittel-Werbung bei Instagram, die im Sommer für eine Menge negativen Aufsehens gesorgt hatte? Dabei haben Modebloggerinnen Waschmittel möglichst unauffällig-auffällig auf ihren Fotos platziert, die Marke in den Himmel gelobt und damit einen fetten Shitstorm entfacht. Viele Follower empfanden diese Werbung als unauthentisch – verständlich.

Auch der Waschmittelhersteller wurde stark kritisiert. Statt positiver, authentischer Werbung ist seine Influencer Marketing Strategie ins Negative umgeschlagen. Das ist der sogenannte „Boomerang Effekt“.

Du hast eine geile, außergewöhnliche Marke und willst sie bestmöglich präsentieren. Egal ob auf Instagram, Facebook oder YouTube. Deshalb ist wichtig, wie ehrlich, authentisch und nachvollziehbar der Influencer eure Kooperation umsetzt.

Oft wird vergessen, dass die Follower hinter einem megaerfolgreichen Kanal denkende Menschen sind. Die meisten merken, wenn der Influencer sie mit einer Werbung für dumm verkaufen will.

So kontaktierst du den Influencer

Du hast den perfekten Influencer für dich gefunden? Dann schau dir sein Social Media Profil genau an! Wie heißt er/sie? Worüber postet er? Was ist seine Zielgruppe? Wie schreibt er und setzt Kooperationen und Produktplatzierungen um? Es geht darum, den Influencer kennenzulernen. Wenn du ihn/sie dann anschreibst, sei nett.

  • Sprich die Person mit ihrem Namen an (im Zweifel: Doppelt und dreifach checken, ob der Name stimmt!)
  • Lobe den bisher produzierten Content! Aber nur, wenn du ihn auch wirklich gut findest. Denn sonst ist ein Scheitern vorprogrammiert. Auch wenn wir nicht auf Tinder sind, wir wollen ein Match!
  • Frage nach Ideen zur Umsetzung einer Zusammenarbeit oder mache eigene Vorschläge. Spiel immer mit offenen Karten!
  • Gibt es wichtige Tipps und Hinweise, die der Influencer zu deinem Produkt wissen muss (z.B. Pflegehinweise, Allergieinfos, …)? Teil sie ihm mit!

Je mehr Infos du gibst, desto besser wird auch der Influencer dich und dein Produkt finden – und dann steht einer erfolgreichen Zusammenarbeit nichts mehr im Weg!