Warum SEO schwer vorherzusagen ist

Suchmaschinenoptimierung kann tückisch und vor allem unvorhersehbar sein. Werbe- und Textagenturen geben ihr Bestes, um die aktuellen Richtlinien zu beachten und nach bestem Wissen und Gewissen umzusetzen. Das wohl größte Problem in puncto SEO ist dabei vermutlich, dass es unzählige selbsternannte Profis, aber keine einschlägige berufliche Ausbildung in dieser Sparte gibt.

Dass Texte nicht nur Buchstaben sind, ist in einschlägigen Berufskreisen längst kein Geheimnis mehr. Problematisch wird es lediglich, wenn Du als Websitebetreiber zu spät bemerkst, dass Deine Texte nicht nur an die Suchmaschine adressiert sein sollten.

Nischenseiten sollen beispielsweise zwar möglichst hoch bei Google platziert werden, generieren aber ohne fesselnde und informative Texte kaum oder zumindest weniger Leads (und erzielen entsprechend weniger aus dem Lesen des Artikels resultierende Käufe) als ein solcher, der aus der Feder eines Könners entstammt. Da sich der Algorithmus unserer wohl liebsten Suchmaschine weitestgehend in eine Richtung entwickelt, in der wertvolle Inhalte aus dem Kontext und sogar der Wortwahl geschlossen werden, sieht es schon bald sehr düster für all jene aus, die ausschließlich oder größtenteils auf WDF*IDF Optimierungen setzen.

Google straft Spam und leere Inhalte hart ab.

Natürlich sind beim Abstrafen keine rechtlichen Folgen gemeint. Aber Dein Ranking wird deutlich schlechter und das ist zumindest für das eigene Marketing alles andere als wünschenswert.

Gehe bei Offpage-Optimierungen immer organisch vor. Als Spam gilt alles, das auf einen Schlag in das Netz gesetzt wird. Hast Du jedoch über mehrere Wochen oder Monate hinweg die eigene Nischenseite vorbereitet, veröffentliche diese ruhig vollständig und ohne Bedenken. Denn bei einem klassischen Blog dieser Natur handelt es sich in der Regel um bis zu 15 Unterseiten, was einem Umfang entspricht, den Google nicht als Spam wahrnimmt. Allerdings sollte alles, was umfangreicher ist, im eigenen Interesse nur nach und nach veröffentlicht werden. Wird zudem ein Newsmagazin von Google als solches erkannt oder gibt es zumindest eine Kategorie mit entsprechenden, transparent gekennzeichneten Betitelung auf der Website, stellt eine tägliche Veröffentlichung von Beiträgen auch kein Problem dar. Selbst, wenn auf einem Blog eine Themenwoche oder dergleichen erfolgt, bei der mehrere Posts pro Tag hochgeladen werden, gibt es hier keine schlechteren Rankings, da die Seite bereits länger existiert und Google dementsprechend auch bereits bekannt ist.

Ein weiterer Punkt, weshalb es empfehlenswert ist, auf regelmäßige Updates statt einer einmaligen Postveröffentlichung zu setzen, sind die realen Leser. Versetze Dich immer in die Lage des Besuchers. Etwas, das interessant erscheint, live mitverfolgen zu können, hinterlässt einen anderen Eindruck, als wenn man stattdessen mit den gegebenen Informationen überflutet wird. Genauso schlimm ist auch sogenanntes Linkbuilding, das vor allem bei grobem Spamverhalten aufkommt. Dies ist der Fall, weil Google Texte mittlerweile sehr genau analysiert und so bemerkt, ob ein Link nur das Ziel hat, ganz offensiv Werbung für die Zielseite zu machen.

Arbeite mit barrierefreien Methoden

Barrierefrei bedeutet, dass Du Dich bereits beim Layoutcoding darauf konzentrierst, dass die Usability am mobilen Endgerät gegeben ist. Besonders in der heutigen Zeit wird vieles unterwegs gelesen und sogar eingekauft. Onlineshops leben durch Social Media Marketing regelrecht davon, dass ihre Kunden über das Smartphone bei ihnen einkaufen.

Weitere Erleichterungen finden durch diverse Onpage Maßnahmen statt. Baue interne Linksetzungen ein, wenn Du dezidiert von einem anderen Blogeintrag schreibst. Biete mit sogenannten “Call-To-Action“-Buttons die sofortige Kontaktaufnahme bei Interesse an und gestalte den Textfluss möglichst leserlich. Allein die Vermeidung von Rechtschreib-, Grammatik- und Tippfehler bewertet der Suchmaschinenalgorithmus so beispielsweise als angenehmer und somit wertvoller für den Leser.

Verzichte unbedingt auf Keywordstuffing!

Keywordstuffing  bezeichnet einen Vorgang, in welchem innerhalb eines kurzen Textes möglichst oft ein gewünschtes Keyword fällt, ohne dass der Text inhaltlich überhaupt etwas zu bieten hat. Darüber hinaus gibt es keine offizielle Länge, die ein Text haben kann oder darf, um suchmaschinenoptimiert zu sein. Allgemeinhin gilt die Faustregel: So viel Text wie nötig, aber so wenig wie möglich. Nur so bleibt der optimale Mehrwert erhalten.

Habe Geduld & bleib auf dem neuesten Stand

Der Algorithmus von Google ist gemütlich und das im wahrsten Sinne des Wortes. Bis ein Link, den Du auf einer anderen Website gesetzt hast, zu Deiner Website durchgreift, können mehrere Tage verstreichen. Genauso verhält es sich mit Onpage-Optimierung. Aus diesem Grund ist die Vorhersage über den Erfolg so schwer zu treffen.

Zu guter Letzt kommen weitere Faktoren hinzu, wie etwa die Reichweite Deiner angestrebten Zielgruppe bzw. die Nische, die Du zu bedienen versuchst. Die beste Suchmaschinenoptimierung hat oft nur einen ganz mageren Nutzen, wenn Du Dich gegen eine vierstellige Anzahl an Mitbewerbern durchzusetzen hast.

Und auch mit dem Punkt, die Website aktuell zu halten, verhält es sich wie mit allem anderen auch. Selbst das geliebte Auto muss schließlich trotz jährlichem Besuch der Werkstatt regelmäßig repariert werden, um weiterhin die gewohnte Leistung zu bringen. Daher sollten auch bereits bestehende Inhalte immer wieder durchgesehen werden, um sie zu überholen, zu optimieren und etwaige Neuerungen bekanntzugeben. Google liebt es, wenn Inhalte aktuell bleiben!

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Veröffentlicht in SEO